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Title: Fischfang Raubbau Faszination Wissen 3/3 15.11.2009 View count: 281 Rating: 5.0 (1 ratings) Description: Ausgefischt statt aufgetischt Ist der Fischfang noch zu retten? Vor leer gefischten Meeren können uns letztendlich nur strenge Fangquoten und wir selbst retten: Denn auch wir Verbraucher haben Einfluss, was, wo, wie und in welcher Menge gefischt wird. Thunfisch, Lachs, Scholle: Fisch ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Verschreckt von den Gammelfleisch-Skandalen kommt er bei immer mehr Deutschen immer häufiger auf den Tisch. Mit fatalen Folgen für Fisch und Umwelt. Eine Sendung von Roland Schenke 15.11.2009 Heringe, Fischer mit Netzen und Reusen Seit 1980 hat sich die Nachfrage nach Fisch weltweit verdoppelt. Inzwischen gilt die Hälfte der Fischbestände als bis an die Grenzen befischt, ein Viertel sogar als überfischt. Hält die rasante Entwicklung an, prophezeien Experten der kommerziellen Fischerei bis 2050 das Aus. Die Folgen würden vor allem die rund 200 Millionen Menschen in armen Ländern zu spüren bekommen, die vom Fischfang und der Fischverarbeitung leben. EU-Inspekteure, Fangquoten, Fischpiraten Fischpiraten Bildunterschrift: Unter Verdacht: Fischpiraten in der Antarktis Um die noch verbleibenden Fischbestände zu schützen, werden Fanggebiete, -quoten und -tage festgelegt und mit Satellitenüberwachung kontrolliert. In der EU sorgen Inspekteure dafür, dass die Regeln eingehalten werden - bis hin zur Mindestmaschenbreite für Fischnetze. Doch viel Bürokratie und stetig neue Vorgaben machen sogar anpassungswillige Fischer mürbe. Manchen Wissenschaftlern dagegen sind die erlaubten Fangquoten viel zu hoch, um die Fischbestände auch für die Nachwelt zu sichern. Gegen Fischpiraten haben es aber die EU-Inspekteure schwer. Sie gehen mit illegalen, unregistrierten Schiffen, kurz IUU genannt, im Atlantik und Pazifik auf Beutezug, laden den Fischfang meist noch auf dem Meer um und verkaufen ihn mit falschen Papieren. Schätzungen zufolge holen die Fischpiraten bis zu 30 Prozent des weltweiten Fischfangs aus dem Meer. Wertvoller Beifang Beifang Bildunterschrift: Jungfische, Seesterne und Krabben werden beim Fischfang als Müll erklärt. EU-Fischereikommissar Joe Borg ist dazu die Größe der EU-Fischereiflotte ein Dorn im Auge. Borg fordert eine Abwrackprämie für die Schiffe, um die Flotte zu verkleinern. Das würde auch den Beifang reduzieren: Das sind zu kleine Fische und alles, was die Fangquote übersteigt und meist wieder tot ins Meer zurück geworfen wird. Doch für das Öko-System Meer sind auch kleine Fische wichtig, vor allem Jungfische, die für konstanten Fisch-Nachschub sorgen sollen. Unersättliche Esser Doch auch das nachhaltige Umweltsiegel kann den Hauptgrund der weltweiten Überfischung nicht beseitigen: unseren unersättlichen Hunger. Es schwimmen nicht genug Fische in den Weltmeeren, Flüssen und Seen, um unsere Teller noch lange zu füllen. Abhilfe schaffen sollen Fischfarmen. Doch sogar erfolgreiche Fisch-Farmen konnten das Problem der Überfischung bislang nicht beseitigen, denn auch Zuchtfische haben Hunger. Gefüttert werden sie mit Futter-Pellets bestehend aus Fischöl und -mehl. Fehlen diese Inhaltsstoffe, geht das Futter aus und die Zucht-Fische ein. Zitat "Vielleicht kann man die Erträge dieser Fischerei, zur Futtergewinnung, noch etwas steigern, durch besseres Management - so wie beim Fang von Speisefisch. Aber für wirkliches Wachstum in der Aqua-Kultur braucht man eine neue Quelle für marines Eiweiss und Öl, unabhängig von dem, was sich im Meer fangen lässt." Terje van der Meeren, Meeresbiologe am Institut für Meeresforschung in Bergen, Norwegen Tags: thunfisch, lachs, scholle, fisch, fischfang, raubbau, eu-inspekteure, fangquoten, fischpiraten, hai, Author: mixedpickles999 |